Sardinien 2025 · Etappe 1 von 2

1 - Sardinien 2025

23.08.2026 · Italien

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Sardinien 2025


Ein außergewöhnliches Geschenk zum Geburtstag.


Es ist Frühling und wie so oft um diese Jahreszeit, habe ich auch diesmal im April Geburtstag.

Am Frühstückstisch ist ein Spielzeug Kran aufgebaut. Oben auf dem Kran steht ein kleines Männlein.

Es hat eine Schnur um die Beine. NEIN! Ihr wisst genau, dass ich niemals von einem Turm, einer Brücke, aus einem Flugzeug oder was auch immer springen werde! Ok, vielleicht aus einem Brennenden, im allergrößten Notfall.


Es hilft nicht, meine Familie drängt mich dazu, das Püppchen vom Kran zu schubsen. Gesagt, getan und flatsch! hängt mir ein DIN A4 Blatt im Gesicht. Ich schaue es an, sehe einen Strand, Meer, grüne Hügel, kann es aber nicht einordnen.


Natürlich! Es ist eine karibische Insel, gerade einmal zwei Flugstunden entfernt und eines der wenigen Ziele, bei dem wir uns sicher waren, hier sind wir nicht zum letzten Mal gewesen.


Vier Tage später sitzen wir im Auto zum Nürnberger Flughafen, wo um 15:25Uhr der Flieger nach Cagliari abhebt.



Eckdaten:


Reisezeit: 10.04.2025 – 15.04.2025


Airline: Ryanair (Nürnberg - Cagliari - Nürnberg)


Mietwagen: Ab/ bis Flughafen Cagliari


Währung: Euro


Unterkunft: Residenza Serra (Villasimius)


Gutes Essen: Restaurant "SA TANKITTA"


Fotobuch zur Reise: Kundenbeispiel: Sardinien


10.04.2025


Gut gelandet holen wir direkt am Terminal unseren Mietwagen ab. Es ist nicht unsere erste Ankunft in Cagliari und wir wissen genau, wo wir hin müssen. Trotzdem ist es schon dunkel, als wir an unserer Unterkunft in Villasimius eintreffen. Herzlich werden wir empfangen, das Tor wird geöffnet und wir dürfen unter einem Baum parken, an welchem reife Zitronen im Scheinwerfer unseres Autos leuchten, als hätte jemand lauter gelbe Lampions in die Äste gehängt.


Wir werden nicht nur den menschlichen, sondern auch den tierischen Bewohnern vorgestellt, bekommen Opas ganzen Stolz, einen typisch sardischen Likör - natürlich selbstgemacht - zu kosten und damit nicht genug: auch auf dem Zimmer finden wir nicht nur selbstgemachtes Olivenöl, sondern auch noch eine Flasche des leckeren MIRTO (Myrthenlikör) vor.


Die herzliche Art der Gastgeber, die warme Abendluft, ein köstliches Tröpfchen auf der Zunge, und den Hund des Hauses im Arm, sitzen wir noch lange auf den Treppenstufen und genießen die freundliche Atmosphäre im Duft der Zitronen.



11.04.2025


Freudig werden wir schon vor der Zimmertür begrüßt.

Wir haben wunderbar geschlafen und zum Frühstück gibt es Brötchen, die man eben frisch vom Bäcker für uns geholt hatte.

Zum ersten Mal sehen wir nun auch bei Tageslicht, in welche Ecke es uns dieses Mal verschlagen hat.



Gut gestärkt machen wir uns auf den Weg.



Wie auf jeder Reise, freuen wir uns auf den ersten Blick auf das Meer. Deshalb ist unser heutiges Ziel Punta Molentis.

Wie so viele Orte auf dieser Insel, ist auch dieser einer, bei dem man beim ersten Anblick kurz innehält und tief durchatmet.


Nur wenige Kilometer von Villasimius entfernt, führt uns die Straße in eine Landschaft aus kargem Granit,

mediterraner Maccia und leuchtendem Blau.

Je näher wir kommen, desto intensiver werden die Farben. Türkis, Smaragdgrün, tiefes Azurblau und dazwischen

das strahlende Weiß feinsten Puderzucker Sandes.

Die ganze Szenerie wirkt fast schon ein bisschen zu perfekt dafür, dass wir aus einem Land kommen, in welchem die ersten

Sonnenstrahlen gerade den feuchtnassen Winter für die kommende Saison verpacken, dieser aber, zu dieser Jahreszeit gern zum Scherzen aufgelegt, immer mal wieder seine nebelgrauen feuchten Finger aus dem Karton streckt, um noch schnell ein paar Hagelkörner oder eine Sturmböe auf uns abzufeuern.


Punta Molentis liegt im Meeresschutzgebiet von Capo Carbonara und gehört zu den bekanntesten Stränden im Südosten von Sardinien.

Wie eine schmale Landzunge liegt der Strand zwischen zwei Buchten, dahinter wilde Natur aus mit Büschen bewachsenen Felsen,

Kakteen und jetzt im April auch übersät mit in allen Farben leuchtenden Blüten.


Wir wären nicht wir, wenn wir einfach ein Handtuch an den Strand werfen würden, um und uns darauf niederzulassen.

Dazu sind neue Orte viel zu spannend.


Stattdessen suchen wir uns einen Weg zwischen den Felsen hindurch, haben Spaß am Klettern und entdecken immer wieder neue,

noch schönere Perspektiven für das nächste Foto. Durch die typisch sardische Landschaft führt uns der Weg inmitten gelber Sträucher und niedriger Büsche mal durch dichte Vegetation, dann wieder über felsige Abschnitte vorbei an kleinen Buchten und überall sieht es ein bisschen anders aus, überall bleiben wir stehen und machen Bilder. Die letzten beiden Reisen nach Sardinien haben wir jeweils im Herbst unternommen. Der Kontrast zwischen rauen Winden und dem Erwachen der Natur könnte größer kaum sein.


Unser Ziel ist der Torre di Porto Giunco.

Einst einer der vielen Küstentürme, die als Wachposition dienten, um Angriffe durch Piraten frühzeitig abwehren zu können, sind

heute wir die einzigen, welche den Blick über die Küste schweifen lassen, wo in der Ferne weitere dieser Türme zu sehen sind. Damals wurden Gefahren von Turm zu Turm, quasi auf Sicht, gemeldet.

Und von dem 50 Meter hohen Felsvorsprung aus, eröffnet sich ein zweifelsohne spektakuläres Panorama.


Unter uns liegt der helle Strand von Porto Giunco.

Irgendwo am Horizont verschmelzen Himmel und Mittelmeer zu einer einzigen, endlosen blauen Fläche.

Wir genießen die Sonne auf der Haut noch ein bisschen länger, angenehm kühlt der Wind unsere Gesichter, in denen auf dem Weg durch die Maccia doch die ein oder andere Schweißperle zu sehen ist.


Nun aber los, unten wartet das Meer auf uns! Auch wenn es zum Baden sicherlich noch etwas frisch ist, den nahenden Sommer mit den Füßen im Wasser zu erwarten, kann ja kaum schaden.



Morgen geht es weiter, bis dahin 💕

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