Balkan 2026 · Etappe 1 von 7

1 Von Skopje über den Matka Canyon zum Ohridsee

04.07.2026 · Griechenland

1 Von Skopje über den Matka Canyon zum Ohridsee
Karte wird geladen …

Du bist hier: Station 1 von 7 · ganze Route ansehen

Tiere in Not · Griechenland
  • Animal Welfare Association Kalambaka "I Stegi" · Verein +30 6980907229 · Website

Alle Anlaufstellen in Griechenland →

https://www.polarsteps.com/Teufelsmagie/27359205-taiwan?s=20b92129-166a-4288-a96e-be4653ae9f6a

Unsere diesjährige Reise beginnt in Skopje, der lebhaften Hauptstadt Nordmazedoniens. Nach unserer Ankunft übernachten wir zweimal in Skopje und übernehmen dann unseren Mietwagen um mit Zwischenstopp am Matka Canyon in Richtung Ohridsee zu starten. Die Strecke verspricht abwechslungsreiche Landschaften, kleine Orte und viele Eindrücke, die wir unterwegs mit der Kamera und natürlich auch im Herzen festhalten werden.

Der Ohridsee zählt zu den ältesten und tiefsten Seen Europas. Sein kristallklares Wasser und die malerische Kulisse machen ihn zu einem der schönsten Reiseziele des Balkans. Genau dort möchten wir die nächsten Tage verbringen und die Region in aller Ruhe erkunden.

Unsere Reise geht weiter in den Mavrovo – Nationalpark, der mit seiner eindrucksvollen Natur einen ganz eigenen Charme haben soll. Nach unserem Aufenthalt dort kehren wir zurück nach Skopje, bevor wir unsere Reise von dort mit dem Bus in Richtung Griechenland fortsetzen.
Begleitet uns auf dieser abwechslungsreichen Tour durch den Balkan. Wir nehmen euch mit zu beeindruckenden Landschaften, spannenden Städten und vielen kleinen Momenten, die eine Reise unvergesslich machen.

Wir freuen uns darauf, unsere Erlebnisse, Tipps und schönsten Momente mit euch zu teilen.


Eckdaten:

Reisezeit:

18 Tage Anfang Juli

Airlines:

Wizz Air (Nürnberg – Skopje)

Ryanair (Thessaloniki – Nürnberg)

Mietwagen:

1 Woche ab/bis Skopje

1 Woche ab/bis Thessaloniki

Bus:

Skopje – Thessaloniki

Route:

Skopje – Matka Canyon – Ohridsee – Mavrovo NP – Skopje – Thessaloniki – Meteora – Chalkidiki


1 Nordmazedonien


Tiere in Not: 🐾 Fundtier in Nordmazedonien?

Schnelle Hilfe & Anlaufstellen:

Falls ihr ein schwer verletztes, angefahrenes oder offensichtlich ausgesetztes Tier finden, gibt es leider keine staatliche Tierrettung. Helfen könnt ihr trotzdem!

1. Der schnellste Weg: Lokale Facebook-Gruppen (Große Reichweite)

Das Tierschutz-Netzwerk in Nordmazedonien organisiert sich fast ausschließlich über Social Media. Ein Post in den folgenden Gruppen (mit Foto, exakt georäumlichem Standort per Google Maps und einer kurzen englischen Beschreibung) mobilisiert oft sehr schnell lokale Helfer:

  • Anima Mundi (facebook.com): Die größte Tierschutzorganisation im Land. Sie betreiben Aufklärungsarbeit und verfügen über ein riesiges Netzwerk an Aktivisten.
  • Animalia Ohrid (facebook.com): Die wichtigste Anlaufstelle für die bei Touristen beliebte Region rund um den Ohridsee. Sie betreiben ein improvisiertes Shelter und helfen vor Ort.
  • Regionale Suchbegriffe: Geben Sie bei Facebook direkt den Ortsnamen + „Animal Rescue“ oder „Zastita na zivotni“ (Tierschutz auf Mazedonisch) ein, um lokale Kleinstgruppen zu finden.

2. Registrierte Vereine vor Ort (Regionen)

  • Großraum Skopje: Das öffentliche Unternehmen JP Lajka kümmert sich in der Hauptstadt um das Management von Straßenhunden (Kastration und medizinische Versorgung). Kontakt per Telefon unter +389 71 219 925 oder per E-Mail an Info@lajka.com.mz
  • Region Strumica: Die Organisation Animal Lovers Strumica kümmert sich um ausgesetzte und verletzte Tiere im Südosten des Landes.
  • Region Veles: Hier kooperiert die deutsche Tierhilfe Mazedonien (hilfe-strassentiere-mk.de) eng mit lokalen Aktivisten und betreibt eine Auffangstation.

3. Tierärztliche Notversorgung (Veles & Skopje)

Wenn das Tier akut tiermedizinische Hilfe benötigt, bringt es hier bitte am allerbesten direkt in eine Klinik!

Verfügung stehen, handelt es sich in der Regel um Währung

Mazedonischer Denar

1 Euro ~ 60 Denar

Unterkünfte

  • Hotel Senigallia (Skopje) 2 Nächte
  • Chateau Orman (Ohridsee) 4 Nächte
  • Apartment Suzana (Mawrovo) 2 Nächte

2 Griechenland

Tiere in Not: 🐾 Fundtier in Griechenland?

Der schnellste Weg: Lokale Facebook-Gruppen

Genau wie in anderen Balkanländern organisiert sich die private Tierrettung in Griechenland rasend schnell über Social Media. Such auf Facebook nach Gruppen in deiner Urlaubsregion.

  • Suchbegriffe: Gib den Namen deiner Insel oder Region kombiniert mit Begriffen wie “Stray Rescue [Inselname]”“Animal Welfare [Region]” oder “Adopte a Greek Stray” ein.
  • Dein Post: Lade ein gutes Foto hoch, teile den exakten Google-Maps-Standort und beschreibe den Zustand des Tieres kurz auf Englisch. Oft melden sich lokale Volontäre, die das Tier vor Ort kennen oder eine Pflegestelle wissen.

3. Registrierte Vereine & Organisationen (Nach Regionen)

Je nachdem, wo du dich in Griechenland befindest, gibt es etablierte Vereine, die mit deutschen Tierschützern kooperieren und über Netzwerke verfügen:

Währung

Da Griechenland zur EU gehört, bezahlen wir hier ganz normal mit Euro – wie langweilig 🥱

Unterkünfte:

  • Hotel Nea Metropolis (Thessaloniki) 1 Nacht
  • Mythic Valley (Litochoro) 3 Nächte
    • Meteoritis (Kalambaka) (Rezeptionist weist uns ab, weil wir ein Kind dabei haben, wir sollten für unsere Tochter ein extra Zimmer buchen)
  • Spilaio at Meteora (Kalambaka) 1 Nacht
  • Mili Resort (Polychrono) 4 Nächte

1 Auftakt

Freitag, 03.07.2026

Heute ist der letzte Schultag vor den Sommerferien und es geht direkt ab in den Urlaub. Mit dem Zug fahren wir nach Nürnberg und fliegen gegen Abend nach Skopje. Unkompliziert nonstop und bezahlbar mit Wizzair kommen wir nach nicht einmal zwei Stunden in Nordmazedonien an. Der Binnenstaat auf der Balkanhalbinsel ist wieder einmal ein Reiseziel, unter dem sich viele Leute nicht wirklich viel vorstellen können. Doch die herrliche Natur, die uns in Kroatien, Montenegro, Bosnien, Albanien und Kosovo fasziniert hat, zieht uns nun auch nach Nordmazedonien.

Abflug in Nürnberg

1 Nordmazedonien

1.1 Von Skopje über den Matka Canyon zum Ohridsee: Der Beginn unserer Balkanreise

Nachdem wir unsere Koffer haben, verlassen wir den Flughafen und nehmen uns ein Taxi zum „Hotel Senigallia“. Kein Handeln und Feilschen, die Preise für die jeweiligen Ziele stehen fein säuberlich aufgelistet auf einer Tafel am Taxistand, direkt am Ausgang des „Skopje International Airport“. Zentral gelegen ist das, auf einem Plateau im Fluss gelegene, nachgebaute Piratenschiff ein außergewöhnlicher aber wunderbarer erster Anlaufpunkt. 25€ kostet die Fahrt mit dem Taxi in die Innenstadt.

Nach dem Check in schlendern wir durch die Stadt, bestaunen die „Brücke der Kunst“ und genießen die abendliche Atmosphäre bei einem leckeren Abendessen im Restaurant Kolektiv. Den Blick auf einen der riesigen Springbrunnen gerichtet und mit einem großen Glas Fassbier in der Hand, lässt sich so ein warmer Sommerabend wunderbar aushalten.

Alte Steinbrücke
Brunnen „Krieger zu Pferd“ am Mazedonienplatz
Hotel Senigallia

Zurück in unserer gemütlichen Kajüte begleitet uns das stetige Plätschern des Flusses „Vardar“ in einen erholsamen Schlaf. 


1.2 Vom Hotelboot in die Geschichte Skopjes

Samstag, 04.07.2026

Frühstück gibt es heute an Bord des Schiffes. Mit Blick auf den Fluss und die Architektur der „Skopje Art Bridge“ fühlt man sich in der Zeit zurück versetzt. Jahrtausendealte Geschichte schwebt über der erwachenden Metropole.

Aussicht beim Frühstück

Ein Stadtbummel durch Skopje fühlt sich an wie eine kleine Zeitreise. Innerhalb weniger Minuten wechselt die Kulisse von moderner Uferpromenade zu orientalischem Gassenlabyrinth. Irgendjemand in der Stadtplanung muss gedacht haben: “Warum eine Epoche, wenn man einfach alle gleichzeitig haben kann?”

Unser Spaziergang beginnt direkt am Hotelboot auf dem Vardar. Schon am Morgen lassen die Sonnenstrahlen das Wasser glitzern, während auf beiden Uferseiten moderne Gebäude und monumentale Statuen das Stadtbild prägten.

Von dort führt unser Weg über die Brücke “Eye Bridge”, die wegen ihrer zahlreichen Bronzefiguren oft auch als “Brücke der Bürger” bezeichnet wird. Von hier genießt man einen wunderbaren Blick auf den Fluss und die imposanten Fassaden der Innenstadt.

Gleich dahinter erhebt sich das Archäologische Museum, dessen klassizistische Architektur sofort ins Auge fällt. Schon von außen wirkt das Gebäude wie ein Tempel der Geschichte. Im Inneren sollen bedeutende Funde aus der bewegten Vergangenheit Nordmazedoniens gezeigt werden, von der Steinzeit über die Antike bis ins Mittelalter. Überprüft haben wir das allerdings nicht. ☺️

Archäologisches Museum

Nur wenige Schritte weiter verändert sich die Atmosphäre schlagartig. Hinter der Steinbrücke beginnt der Alte Basar (Stara Čaršija), einer der größten und besterhaltenen Basare des Balkans. Die engen, gepflasterten Gassen stammen teilweise aus dem 12. Jahrhundert und versprühen bis heute orientalisches Flair.

Hier reiht sich ein kleines Geschäft an das andere. Kupferschmiede bearbeiten ihr Metall noch von Hand, Juweliere präsentieren filigranen Silberschmuck, Händler bieten Gewürze, Teppiche, Keramik und kunstvolle Souvenirs an. Einige der angebotenen Waren erinnern mich allerdings verdächtig an ein chinesisches Billigungernehmen mit vier Buchstaben, z.B. eine Handtasche, die ich selbst vor der Reise für wenige Euro online bestellt habe.

Besonders interessant finden wir jedoch die urigen Antiquitäten Händler mit ihren vielen tollen Militaria.

Zwischen den Läden laden kleine Cafés zum traditionellen türkischen Kaffee ein, während der Duft von süßem Baklava durch die Gassen zieht.

Zwischen den Geschäften entdecken wir immer wieder beeindruckende Zeugnisse der osmanischen Zeit: historische Karawansereien, Moscheen, Hammams und versteckte Innenhöfe. Gerade dieser Mix aus lebendigem Alltag und jahrhundertealter Geschichte macht den Charme des Basars aus. Wir könnten stundenlang durch die verwinkelten Straßen schlendern.

Yuna bekommt am Ende einen Hut und einen Taschen Ventilator und wir lassen uns in der „Old Brewery“ nieder. Bei einem Biertasting probierten wir mehrere hausgebraute Biere, die von mild und malzig bis kräftig gehopft reichten. Dazu ein paar Kartoffelecken und wir sind glücklich.

Nach einer erholsamen Siesta machten wir uns auf den Weg zur Festung von Skopje. Auch wenn sie baufällig und wild bewachsen ist, der Zutritt ist erlaubt und von hier oben bietet sich ein schöner Blick über die Stadt und den alten Basar.

Alte Festung

Anschließend schlendern wir gemütlich durch die verwinkelten Gassen des Basars, gönnen uns im Orange Garden einen frisch gepressten Saft und lassen die besondere Atmosphäre noch ein wenig auf uns wirken. Die Meinungen zu all dem „nachgebauten historischem Kitsch“ klaffen stark auseinander, uns aber gefällt das Flair dieser Hauptstadt.

Den Tag lassen wir im Restaurant Pelister ausklingen. Bei einer leckeren Pasta blickten wir auf einen gelungenen Urlaubstag zurück und freuten uns schon auf die morgige Fahrt zum Matka Canyon und weiter zum Ohridsee.


1.3 Matka Canyon

Sonntag, 05.07.2026

Bevor wir uns auf den Weg machen, steht zunächst die Übernahme des Mietwagens auf dem Programm. Während ich mit Yuna unsere Sachen zusammenpacke, schwingt sich André auf einen der Elektroroller, die hier an jeder Ecke stehen oder herumliegen, und fährt zur Abholstation. Wir verabreden uns für später am nur wenige hundert Meter entfernten Taxistand. Alles funktioniert reibungslos und so erreichen wir bereits zwanzig Minuten später den Matka Canyon. Vielleicht ist der Sonntag nicht gerade der günstigste Tag für diesen Ausflug. Andererseits sind wir das Autofahren gewohnt. Weniger routinierten Fahrern würde ich allerdings davon abraten, die enge, auf beiden Seiten zugeparkte Straße bis ganz nach hinten zu fahren. Im Gewusel aus Fußgängern, Autos, Mopeds und den zahlreichen Verkaufsständen kommt man nur langsam voran. Auch das Wenden unmittelbar am Abgrund verzeiht keinen Fehler.

Verkehrschaos

Wir finden schließlich einen Parkplatz, auch wenn dieser zu Hause wohl kaum als solcher durchgehen würde, und folgen dem Menschenstrom bis zu einem Restaurant, das gleichzeitig den Einstieg in den schmalen Fußweg entlang des Canyons markiert. Der Weg ist stellenweise gut gesichert, doch plötzlich fehlen Geländer oder es klaffen Löcher im Boden. Offenbar wird hier großer Wert darauf gelegt, dass die Besucher ihre Gedanken beisammenhalten. Wer anfängt zu träumen, könnte schneller als gedacht ein unfreiwilliges Bad im überraschend kühlen Wasser nehmen.

Einige Schmerzfreie springen tatsächlich freiwillig von den Klippen und erfrischen sich im eiskalten Wasser.

Wir entscheiden uns dagegen für eine Bootstour zur Vrelo-Höhle. Das Wasser ist so außergewöhnlich klar, dass die Boote wirken, als würden sie schwerelos über der Oberfläche schweben.

Boote am Aufstieg zum Höhleneingang

Die Höhle selbst ist hübsch aber im Vergleich mit einigen bekannten Höhlen (z.B. Feengrotten) nicht sonderlich beeindruckend aber nichtsdestotrotz sehenswert, denn sie zählt zu den tiefsten Unterwasserhöhlen Europas. Schon die kurze Fahrt dorthin macht den Ausflug lohnenswert.

Angebot Bootstouren
Vrelo Höhle

Umso ernüchternder ist allerdings der Rückweg. Am Ufer türmt sich an einigen Stellen Müll, der einen deutlichen Kontrast zur ansonsten beeindruckenden Natur bildet. Es ist schade zu sehen, wie wenig Rücksicht manche Menschen auf ihre Umwelt nehmen. Gerade an einem Ort wie diesem sollte der Erhalt der Natur oberste Priorität haben.

Traurig…

Nach unserem Besuch setzen wir die Reise in Richtung Ohrid fort. Die Strecke führt größtenteils über gut ausgebaute Straßen und ist angenehm zu fahren. Für die rund 170 Kilometer benötigt man, je nach Verkehr, etwa zweieinhalb Stunden. Während die Landschaft langsam an uns vorbeizieht und die Berge allmählich dem Ohridsee weichen, steigt die Vorfreude auf unser nächstes Ziel.

Mehr darüber im nächsten Beitrag „Rund um Ohrid“.

Alle Etappen dieser Reise